"Say it Loud-I'm black and I'm Proud"

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Die Reihe Politik und Musik nutzt Kulturgeschichte als Spiegel von Sozialgeschichte und der ihr innewohnenden politischen Kultur. Nach den Veranstaltungen zum Blues 2014, zu Country & Americana 2015 und zu Bob Dylan 2016 widmet sich das aktuelle Seminar der Soul-Musik. Der amerikanische Soul war Ausdruck und Motor der afroamerikanischen Emanzipation zugleich. Musiker wie Ray Charles und Sam Cooke entwickelten den Soul aus einer Verschmelzung von Blues, Rhythm’n’Blues und Gospel. Das in Detroit ansässige Plattenlabel Motown bewies, dass auch schwarze Musiker wie Diana Ross & The Supremes, The Temptations, Marvin Gaye oder die Jackson Five den weißen Pop-Markt erobern können. Einen ganz anderen Weg ging das in Memphis/Tennessee ansässige Plattenlabel Stax Records: in den segregierten Südstaaten entwickelte Stax mit Künstlern wie Otis Redding, Sam & Dave, Carla Thomas und Isaac Hayes das Gegenmodell eines desegregierten Unternehmens, das anders als Motown das Besondere der afroamerikanischen Musik in den Mittelpunkt stellte und damit einen erheblichen Beitrag zur Entwicklung von schwarzem Selbstbewusstsein leistete. Diese Entwicklungen und damit den Beitrag von Soul-Musik zu afroamerikanischer Emanzipation möchte das Seminar herausarbeiten und sich - wie üblich in unserer Reihe - der Musik dabei sowohl von einer musikethnologischen wie von einer praktischen Seite her nähern.

 

Menna Mulugeta und ihr Kollege, der Musiker und Musikethnologe Gernot Blume unterstützen das Seminar "Say It Loud - I'm Black and I'm Proud" mit einem Workshop und einem kleinen Konzert!

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